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Chateau du Fleckenstein

1174 wurde ein Gottfried von Fleckenstein, der zu einer Familie von Reichsministerialen gehörte, erstmals erwähnt und damit indirekt auch die Burg. Ein Kapitell, das in den Burgtrümmern gefunden wurde, stammt jedoch aus dem frühen 12. Jahrhundert, so dass feststeht, dass die Burg spätestens damals errichtet worden ist, also mehr als 50 Jahre vor der ersten Erwähnung. Zur Zeit ihrer Erbauung lag die Burg an einer Straße, welche die Kaiserpfalzen der Staufer in Haguenau und Kaiserslautern verband; deshalb kam Burg Fleckenstein strategische Bedeutung zu. 1276 belagerte König Rudolf von Habsburg den Heinrich von Fleckenstein, um den von diesem gefangengesetzten Friedrich von Bolanden, den Bischof von Speyer, zu befreien; allerdings ist nicht bekannt, ob die Belagerung die Burg Fleckenstein oder eine andere Burg dieser im Mittelalter weitverzweigten und einflussreichen Familie betraf. Ähnlich bedeutend war das Ministerialengeschlecht , das seine Hauptsitze 15 km nördlich hatte. Seine Burg Altdahn wurde 1363 erstmals zerstört im Verlaufe einer Fehde mit den Fleckensteinern. 1407 und 1441 sind Bauarbeiten am Fleckenstein bezeugt, deren Anlässe nicht genannt werden. Vermutlich ging es darum, durch Château Fort de Fleckenstein - Burg Fleckenstein, westlich von Wissembourg in den Nordvogesen gelegen, ist eine der meist besuchten Burgen im Nordelsass; über 80.000 Besucher kommen jedes Jahr. Die Burg Fleckenstein war der Stammsitz der Herren von Fleckenstein. Sie diente zur Überwachung der Straße, die von der Pfalz über den Litschhof-Pass nach Hagenau führte. Im 13. bis 15. Jahrhundert waren die Fleckensteiner neben den Herren von Lichtenstein eine der mächtigsten Adelsfamilien im Nordelsass. Auf einem einzeln stehenden, 43 m hohen, 140 m langen und 8 m breiten Felsen wurde die Burg in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut. Die meisten Räume wurden direkt in den Buntsandstein gehauen. Die Hauptburg erstreckte sich auf mehreren Ebenen über eine Fläche von 134 x 60 m. Die einzelnen Teile waren mit Treppen und Gängen miteinander verbunden. 1129 wurden erstmals die Namen Gottfried und Gutta von Fleckenstein erwähnt. Mit den nahe gelegenen „Tochterburgen“ Loewenstein, Hohenburg und Wegelnburg war der Fleckenstein Reichslehen. 1276 wurde Burg Fleckenstein von Rudolf von Habsburg belagert und eingenommen, als der Bischof von Speyer hier gefangen gehalten wurde. 1541 bis 1570 wurde die Burg umgebaut, 1689 wurde sie im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört. Vor dem Haupttor im Innenhof des Château Fort de Fleckenstein steht der Nachbau eines hölzernen Tretrads von 3,10 m Durchmesser, das nicht nur zum Wasserschöpfen, sondern auch als Lastenaufzug diente, um Waren zur oberen Plattform der Burg zu befördern. Zur Regenwassernutzung wurde ein Zisternensystem angelegt. Den Wachturm kann man über eine innen liegende Wendeltreppe besteigen. Auch einen 20 m langen Geheimgang (Couloir secret), einen Treppenstollen, kann man begehen. Vom schmalen Felsgrat hat man einen guten Ausblick in die Nordvogesen. Das Burgmuseum informiert über die Geschichte der Burg und der Fleckensteiner, deren letzter Nachfahre, ein Baron Henri-Jacques de Fleckenstein-Windeck, 1720 verstarb.

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