Maginot-Linie

Die Maginot Linie wurde von 1929 bis 1940 errichtet. Dies diente dem Zweck, Frankreich vor seinen Feinden zu schützen und die traditionellen Invasionswege über ihre östliche Grenzen zu verteidigen. Hauptsächlich wurde sie errichtet, um der französischen Armee Deckung und Schutz zu bieten, die sogenannte „große Wand“ von Frankreich, hinter der sich die Nation sicher fühlen könnte. Diese Einstellung wurde späterhin als die Mentalität "Maginot" bekannt. Im Januar 1930 überzeugte André Maginot das französische Parlament, das massive Projekt zu finanzieren. Der Aufbau war in fünf Phasen während der dreißiger Jahre geplant und wurde dementsprechend ausgeführt. Nachdem Belgien das Franco-Belgierbündnis von 1920 widerrief und seine Neutralität erklärte, war die Maginot Linie entlang der belgischen Grenze ausgedehnt, war aber nirgendwo so stark wie die ursprüngliche Linie es vorsah. In Nordwestfrankreich war die "Linie" einfach eine Reihe gegossener Blockhäuser und "Abris" mit wenig, wenn überhaupt, Tiefe. Die Maginot Linie war eine leistungsfähige Verteidigungslinie, die sich von der Schweiz bis zu den Ardennen im Norden, und von den Alpen bis zum Mittelmeer im Süden ausdehnte. Es war ein beträchtliches, dynamisches und extrem modernes defensives System. Die meisten seiner Bestandteile waren unterirdisch, wo Tunnels über Kilometer zusammen hingen, und wo unter der Masse tausende Männer schliefen, die ausgebildet waren, und aufgepasst haben. Jedoch warteten sie auf einen Krieg, der nie kam. Am Ende wurde die Linie als unnütz angesehen. Sie war leistungsfähig, konnte aber dennoch Frankreich nicht vor einer mächtigen Niederlage im Jahr 1940 schützen. Aber war sie wirklich so unbrauchbar? Die Wahrheit ist, dass die Linie dem genauen Zweck diente zu dem sie errichtet wurde, nämlich den Deutschen den Einmarsch über frankreichs östliche Grenzen zu erschweren. Sie gab der Französischen Armee Zeit, sich zu mobilisieren und zu entfalten. Der größte Defekt der Linie selbst war, dass sie zu kurz war. Im Mai 1940 beschloss Hitler, sie einfach zu ignorieren, er befiehlt den Angriff durch den "undurchdringlichen" Wald in den Ardennen in Belgien. Bis Mitte Juni hatte die Wehrmacht die französische Armee im Elsass vollständig besiegt. Dennoch war nur ein Fort der Maginot Linie gefallen: La Ferté. Insgesamt war die Linie noch intakt, wenn auch lebensbedrohlich belagert. Die Kosten der Maginot Linie betrugen insgesamt 5 Milliarden ancien Francs.
Seit 1978 ist die Festung Schoenenbourg für Besucher geöffnet. Sie ist die größte Festung der Maginotlinie im Elsass, die besucht werden kann. Die Besucherzahl liegt jedes Jahr bei etwa 40000 Personen. Die gesamte Festung ist in einer nationalen Liste historischer Gedenkstätten aufgeführt. Ihre Einrichtung besteht ausschließlich aus Originalteilen. Als Teil des Riegels zur Abwehr eines Angriffs aus dem Norden wurde sie 1940 in heftige Kämpfe verwickelt. Sie erlitt die meisten Treffer aller Festungen der Maginotlinie. In der Zeit von September 1939 bis Juni 1940 verschoss sie insgesamt 17197 Granaten. Das deutsche Feuer auf die Festung betrug im selben Zeitraum 56 Granaten vom Kaliber 42 cm, 33 Granaten vom Kaliber 28 cm, 160 Flugzeugbomben und 3000 Granaten der Kaliber 15 cm und 10,5 cm. Am 14. Juni 1940 hielt die französische Besatzung in der Festung einen Kriegsrat ab. Sie beschloss, sich nicht zu ergeben und den Widerstand fortzusetzen, im Geiste der Devise der Maginotlinie „On ne passe pas“ – „Man kommt nicht durch“. Die Übergabe an die Deutschen erfolgte erst am 1. Juli 1940, nachdem das französische Oberkommando dies schriftlich befohlen hatte, sechs Tage nach Inkrafttreten des Waffenstillstands mit Frankreich.
Auskunft und Anmeldung : OFFICE DE TOURISME DE HUNSPACH 3, route de Hoffen F- 67250 HUNSPACH Tél. : (0033) 3 88.80.96.19 Tél. : (0033) 3 88.80.59.39 Fax : (0033) 3 88.80.41.46
Internet : www.lignemaginot.com
e-mail : maison-ungerer@wanadoo.fr
